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2. Genusstag im Eggerbachgrund am Sonntag, 25. Juni ab 10:00 Uhr


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Fahrt zur Partnergemeinde Jászszentlászló/Ungarn 2. - 5. Mai 2017
Paprika, Palinka, Puszta und viel Gastfreundschaft

 

Am frühen Freitagmorgen vor Pfingsten starteten 39 Personen in Richtung Ungarn. Unter den Reiseteilnehmern konnte
Bürgermeister Claus Schwarzmann auch vier Freunde aus der italienenischen Partnergemeinde Cavedine begrüßen,
sowie einen französischen Freund. Jörg Wolf, als Leiter des Freundeskreises Jászszentlászló, hat im Vorfeld mit anderen
Mitgliedern die Reise gut organisiert und so mußte auf der doch 13-stündigen Anreise (941 km) keiner verhungern und
verdursten. Einige Mitreisende waren das erste Mal in Jászszentlászló und nicht wenig überrascht, wie herzlich doch der
Empfang am dortigen Kulturhaus stattfand. Bei Gebäck und Palinka begrüßte Bürgermeister András Nagy die Delegation
aus Eggolsheim und alle Reiseteilnehmer wurden auf ihre Gastfamilien verteilt. Beim anschließenden gemeinsamen
Abendessen im Kulturhaus mit Gulasch und Schweinebraten bedankte sich Bürgermeister Claus Schwarzmann für die
Einladung und wünschte schöne, gemeinsame Tage. Mit guten Songs und Gitarrenklängen von Josef Schmitt
(Gitarrensepp) klang der Abend dann aus.
Nachdem bei den Gastfamilien gefrühstückt wurde begann der Samstag mit einem Busausflug an die Südgrenze. Kurz
vor Morahalum konnte ein großes Wasserbiotop besichtigt werden, das vielen Wasser- und Ufertieren, sowie Insekten
Lebensraum bietet. Auch ein Reservat für Wasserbüffel war zu sehen. In Morahalum spazierte die Gruppe durch
Mini-Ungarn, einer Ausstellung von 1:25-Modellen aller großen Gebäude von Ungarn. Vom Parlament in Budapest über
das Theater von Kecskemét, bis zum Kuppeldom von Esztergom wurden alle Modelle bewundert. Der Ausflug führte die
Gruppe weiter nach Szeged. In dieser schönen Universitätsstadt parkte der Bus direkt an der Theiß, mit 966 km längster
Nebenfluß der Donau. Besichtigt wurde die Kathedrale. Diese neuromanische Basilka ist die römisch-katholische
Bischofskirche und steht auf dem imposanten Kathedralplatz, der an Größe dem Markusplatz von Venedig gleicht.
Weiter ging es zum Wasserturm auf dem Szent István Platz. Die meisten nahmen die Mühe des Treppensteigens auf sich
und wurden mit einem tollen Panorama der ganzen Stadt belohnt. Natürlich kam das Kulinarische auch nicht zu kurz.
Von den ungarischen Freunden wurde die Gruppe dann in die Körössy- Fischercsárda eingeladen. Dort gab es eine
wunderbare Fischsuppe und anschließend einen Palatschinken. So verwöhnt, war das nächste Ziel Mako. Dort spazierte
die Gruppe über eine Laubkronen-Promenade und ein paar Mutige probierten die lange Rutsche aus. Am Abend trafen
sich wieder alle im Kulturhaus, wo sehr ausführlich die Geschichte des Weinbaus erklärt wurde. Dolmetscher László
„Latzi“ Ihring hatte Schwerstarbeit zu leisten. Natürlich wurden auch fünf verschiedene Weine getestet. Nach einem
guten Abendessen wurden durch die Verantwortlichen der Gemeinden die Partnergeschenke ausgetauscht und bei Musik
feierte man bis in die Nacht. 
 Am darauffolgenden Tag teilte sich die Gruppe. Der Großteil besuchte den Pfingstgottesdienst und bekam im Anschluss
eine Führung mit Dottó, einer kleinen Bahn mit Hänger, durch Jászszentlászló.    Rektorin Julianna Pinter zeigte den
Eggolsheimern ihre Schule, den neuen Anbau der Turnhalle, den Computerraum und das Schulmuseum. Weiter ging die
Fahrt mit dem Bähnchen in die Nachbargemeinde Szank. Dort wurden die deutschen Gäste von der 2. Bürgermeisterin
empfangen und durch ein Museum und die Bücherei geführt, wo eine Ausstellung des Künstlers Gy. Szabó Béla besichtigt
werden konnte. Am Mahnmal der Ungarn-Revolution von 1956 vorbei besuchten die Teilnehmer die Pralinenfabrik
„Konyok megy üzem“. Nach einer Filmvorführung gab es noch eine Kostprobe. Weiter wurde dann der „Weg der
Geschichte“ erkundet. Hier zeigten Holztafeln von Künstlern aus Transsylvanien die Zeitgeschichte Ungarns auf. Am
Ende bedankte sich Dr. Stang bei der 2. Bürgermeisterin von Szank und wies darauf hin, daß das ungarische Volk immer
wieder viel Leid und Verluste hinnehmen musste und trotzdem für seine Freiheit immer wieder kämpfte.

Die andere Gruppe, ca. 10 Personen, nahmen das Angebot zu einem Angelwettbewerb an und wurden von Fachleuten
dabei unterstützt. In einem 7,5 ha großen Gebiet wurden vom örtlichen Fischereiverein im Jahr 1980 Fischteiche
angelegt. Nach vier Stunden wurde gewogen und gemessen. Sieger mit dem größten Gewicht an Fischen war Gerhard
Spinner und den größten Fisch hatten Francois Gaborieau und Claus Schwarzmann. An der Fischertanyán trafen sich
dann wieder beide Gruppen und Pal servierte dort mit Helfern ein ungarisches Gulasch. Wer Lust hatte konnte dann
Reiten oder Bogenschießen und an einem Quiz teilnehmen.

Am Kulturhaus fand dann der Abschlussabend statt. Die Eggolsheimer brachten Bratwürste und Bier mit, und die
Freunde aus Jászszentlászló grillten Hähnchen. Nach dem Essen bedankte sich Bürgermeister András Nagy für den
Besuch aus Eggolsheim und Cavedine und sprach sich für eine Intensivierung der Partnerschaft aus. Bürgermeister Claus
Schwarzmann bedankte sich ganz herzlich bei den Gastgebern und betonte, dass Eggolsheim den europäischen
Gedanken insofern verinnnerlicht hat, da man mit drei Nationen zu Besuch kam. Auch Marco Santoni aus Cavedine
erklärte, wie wichtig doch partnerschaftliche Beziehungen sind. Musikalisch und kulinarisch klang dann der Abend
aus.                  
Am Pfingstmontag hieß es Abschied nehmen. Die Gastgeber versorgten ihre Gäste mit Proviant und es wurden letzten
Erinnerungsfotos geschossen. Es wurden noch einige Abschiedsworte gesprochen und Bürgermeister Claus Schwarzmann
lud die Freunde aus Jászszentlászló für 2018 nach Eggolsheim ein. Die Verabschiedung ist immer von Herzlichkeit
geprägt und manches Tränchen versuchte man zu unterdrücken.  Denn bei vielen Familien ist aus Partnerschaft
Freundschaft geworden.
Robert Schmitt

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