Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Kinder und Jugendliche,

 

in unserem Markt Eggolsheim fehlt es an Wohnraum. Die Anfragen nach Grundstücken und Wohnungen, die allein in der
Gemeindeverwaltung und bei mir persönlich ankommen, nehmen ständig zu. In den letzten Jahren wurden keine
größeren Baugebiete mehr entwickelt. Wir haben uns auf kleinere Abrundungen in den Ortschaften beschränkt. Zudem
forcieren wir die Innenentwicklung und kümmern uns in unserer Allianz Regnitz-Aisch interkommunal um die Nutzung
leerstehender Gebäude und freier Grundstücke in den Ortslagen. Und dennoch kann die Nachfrage mit diesen
Instrumenten allein nicht befriedigt werden. Ein vor wenigen Jahren angedachtes größeres Baugebiet in der
Eggolsheimer „Peunt“ ist letztendlich an der fehlenden Bereitschaft der Grundstückseigentümer schon im
Planungsstadium gescheitert.

Für ein neues Baugebiet stehen die Chancen an andere Stelle günstiger: Hinter dem Friedhof in Richtung Schirnaidel
konnte die Gemeinde durch Kauf- und Tauschbeschlüsse des Marktgemeinderates in das Eigentum größerer Flächen
kommen. Zudem werden die Flächen, die einst für die Friedhofserweiterung gedacht waren, nicht mehr für diesen
Zweck gebraucht. In der Summe stehen in dem Bereich 1,5 bis 2 Hektar für eine sinnvolle Entwicklung zur Verfügung.
Dabei soll es nicht wie bisher nur um die Bereitstellung von günstigen Grundstücken für den Bau von Einfamilienhäusern
gehen, vielmehr soll das Gebiet bedarfsgerecht entwickelt werden. In der jüngsten nicht-öffentlichen Sitzung des
Marktgemeinderates hat uns die Joseph-Stiftung aus Bamberg ein erstes Bebauungskonzept vorgestellt, das
Wohneigentum in Form von Reihenhäusern oder Eigentumswohnungen ermöglicht, wo aber gezielt auch der Bau von
Mietwohnungen vorgesehen ist. Diese werden zumindest teilweise auch sozial gefördert. Das Konzept soll neben
sozialen auch ökologischen Ansprüchen gerecht werden. Der Gemeinderat hat beschlossen, dieses Konzept nun
öffentlich in den politischen Parteien und Gruppierungen zu diskutieren. Dabei können ab sofort auch die Bürger
einbezogen werden.

Die Joseph-Stiftung wurde für die Entwicklung des Gebietes auch deshalb angefragt, weil beim Bau des
Seniorenzentrums und bei seiner bereits beschlossenen Erweiterung inklusive der Errichtung von 10 seniorengerechten
Wohnungen gute Erfahrungen gemacht wurden und werden. Die Stiftung durfte sich zudem vorstellen, weil sie
Mietwohnungen im eigenen Bestand behält und nach sozialen Kriterien vermietet. Dabei sind die Wohnungszuschnitte so
unterschiedlich, dass sowohl Familien als auch ältere Paare oder Alleinstehende und auch jüngere Singles und Paare
zum Zuge kommen können. Es soll ein Wohngebiet für alle Lebensbedürfnisse werden. Dennoch ist bislang weder eine
Entscheidung für die Joseph-Stiftung noch für ein festes Konzept beschlossen worden. Wir sind in der
Entwicklungsphase.

Damit schließlich auch genau das entsteht, wofür es Nachfrage gibt, werden wir noch vor Weihnachten den
einheimischen Bedarf in der Gesamtgemeinde abfragen. Wir werden Fragebögen in alle Haushalte schicken und die
persönlichen Planungen im Falle von neuem oder verändertem Wohnbedarf bei jung und alt eruieren. Ich bitte Sie
schon heute um Ihre Mitwirkung, die auch ein gewisses Vorausdenken erfordert. Das neue Gebiet soll nämlich in erster
Linie unsere einheimische Nachfrage in den nächsten Jahren befriedigen. Wenn dann noch Möglichkeiten für Auswärtige
bestehen, dann könnten auch diese zum Zug kommen. Aber auch darüber muss noch entschieden werden. In jedem Fall
soll die Entwicklung mit den Interessenten erfolgen, damit eben am Ende ein bedarfsgerechtes Ergebnis herauskommt.
 

Herzlich

Ihr und Euer

 

Claus Schwarzmann

1. Bürgermeister

P.S.: Ich bewerbe an dieser Stelle aus persönlicher Erfahrung und ganz bewusst die Abende „Schabeso kulinarisch“ zum
20 jährigen Bestehen des Chores in der Eggerbach-Halle am 9./10. und 16./17. November. Schon im letzten Jahr war
der Besuch ein Genuss!
 

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